Was Nachhaltigkeit für mich bedeutet

Als ich mich vor zwei Jahren dazu entschloss, keine Fast Fashion Kleidung mehr zu kaufen, war mir irgendwie noch nicht so ganz klar, welche Einfluss diese Entscheidung auf andere Bereiche meines Lebens haben würde oder mein eigenes Wohlbefinden generell.

So fing alles an

Ich wollte mein kleines Experiment einfach mal damit beginnen, mich zu fragen, wie ein nur fünf Euro teures T-Shirt von H&M beispielsweise immer noch Gewinne für eine Firma abwerfen kann? Irgendwas muss hier doch total falsch laufen. Und so habe ich mich dann mehr mit den Produktionsbedingungen weltweit, Kinderarbeit und viele andere Themen auseinandergesetzt. Dadurch wurde ich natürlich auch auf andere Industrien, wie die Lebensmittelindustrie oder Kosmetikindustrie aufmerksam. Mir wurde immer mehr bewusst, dass ich diese Probleme nicht länger ignorieren und einfach hinnehmen kann.

Lack of information

Leider gibt es aber bei dem Großteil der Produkte keine Kennzeichnung zu deren Herstellung, so dass man bei einer nachhaltigen Kaufentscheidung selbst die Initiative ergriffen muss: Das Internet musste als Recherchequelle her. Nach einer Weile bin ich dann eben nicht einfach mehr in einen Laden gegangen und habe mir den nächstbesten Pulli gekauft, nur weil er um 80% reduziert war. Ich habe damit begonnen, mich vorher über das Produkt zu informieren, das ich gerne kaufen wollte und ging dann los.

Es macht einfach so viel Freude!

So hat sich dann eine ganz andere Shoppingfreude bei mir entwickelt, weil ich mich eben viel mehr auf meinen neu erstanden Kauf gefreut habe, gerade aus dem Grund, weil man ja nicht mehr so viel Unnötiges kauft. Ich habe dann auch angefangen, meine Einkäufe größtenteils auf Wochenmärkten zu erledigen und hatte einfach eine Menge Spaß dabei. Man entdeckt neue Produkte, unterhält sich mit den Verkäufern und hat Freude an den frischen Produkten. Sogar mein Fahrrad konnte sich endlich wieder über mehr Aufmerksamkeit freuen. Ich hatte das in letzter Zeit leider ziemlich vernachlässigt und bereue das jetzt schon irgendwie. Man entdeckt beim Radfahren so viele neue Facetten an einer Stadt, die einem vorher nie aufgefallen sind und fühlt sich toll nach einem kurzen Radlausflug. Es gibt noch so viele andere Aspekte, die mein Leben durch einen nachhaltigeren Lebensstil bereichern. Deswegen war meine Entscheidung, meine Konsumweise nachhaltiger zu gestalten, sowohl für die Umwelt, als auch für mich selbst die beste, die ich treffen konnte.

Nachhaltigkeit als ganzheitliche Lebenseinstellung

Als ich mich dann immer mehr über das Thema Nachhaltigkeit informiert habe und auch begonnen habe, Yoga zu praktizieren, ist mir aufgefallen, wie eng eigentlich Yoga und Nachhaltigkeit verknüpft sind. All die Prinzipien (Asanas, Pranayama, Meditation) im Yoga gehen meiner Meinung nach Hand in Hand mit meinem Alltag, in dem ich ja versuche möglichst nachhaltig zu leben. Was ich damit sagen will, ist, dass man nach außen hin die vorbildlichste Person wird, die komplett auf Verpackngen verzichtet, nur faire Mode kauft und sonst alles richtig macht. Wenn du nicht auch tief in dir drin nachhaltig mit dir und anderen umgehst, ist für mich das Thema Nachhaltigkeit nicht ganzheitlich umgesetzt.

Nachhaltigkeit ist eine Lebenseinstellung, die du sowohl nach außen hin vertrittst, also auch tief in dir drin verinnerlichst

Somit habe ich diesen Blog auch ins Leben gerufen, um dir zu zeigen, wie du wirklich ganzheitlich nachhaltig Leben kannst und vor allem auch auf dich selbst Acht gibst. Ich hoffe, dass ich dich hier auf meinem Blog inspirieren kann und du Anregungen für deine ganz eigene Version eines nachhaltigen Lebensstils findest!

Your liveliest,

Jess