Natürliche Beautyroutine ohne Chemie – Zero Waste Bathroom

Es ist mal wieder soweit: Guest Blogging Zeit 🙂 Ich freue mich wahnsinnig, dass ich die großartige Serin vom Blog serintogo heute auf meinem Blog begrüßen darf! Serin hat einen Beitrag zum Thema Beautyroutine ohne Chemie verfasst und beschreibt darin, wie sie es geschafft hat, ihre gesamte Kosmetikpflege natürlich zu gestalten (und damit meine ich wirklich von Kopf bis Fuß!). Aber lest selbst 😉 

Also fing ich an, mir Alternativen zu suchen und habe mittlerweile eine Beautyroutine, die ganz ohne Chemie und schädliche Inhaltstoffe auskommt.

Letztes Jahr im Sommer gab es einen Tag in meinem Leben, an dem ich ungeschminkt vor dem Spiegel stand und dachte: Ich fühle mich ohne Make-up im Gesicht unvollständig. Kurzerhand habe ich beschlossen eine 30-Tage-ungeschminkt-Challenge zu starten. Und wie das so ist, wenn ich mich intensiv mit einem Thema beschäftige, komme ich von Hölzchen auf Stöckchen. Ich habe mich nicht nur nicht mehr geschminkt, sondern habe mich das erste Mal auch mit den Inhaltsstoffen meiner Kosmetikprodukte beschäftigt. Dann der Schock: In wirklich jedem Produkt, das in meinem Bad stand waren Inhaltsstoffe, die schädlich für mich und die Umwelt waren.

Parabene, Hormone, Metallen, Formaldehyd, Silikone, Mineralöle, allergene Duftstoffe und Nitrosamine…und noch viele mehr. 

 

Also fing ich an, mir Alternativen zu suchen und habe mittlerweile eine Beautyroutine, die ganz ohne Chemie und schädliche Inhaltsstoffe auskommt. 

Nopoo 

Ich habe es wirklich geliebt, mir immer neues Shampoo in der Drogerie zu kaufen – für noch mehr Glanz, noch mehr Volumen und weniger Spliss. Dass Shampoo selber machen aber so einfach ist und ich damit genau die gleichen oder sogar noch besseren Ergebnisse erzielen kann, hätte ich nicht gedacht. Selbst meine Friseurin ist von meinen Haaren begeistert und sagt, dass meine Haare super gesund sind. Und auch meine Kopfhaut bedankt sich, dass ich sie nicht mehr mit Chemie bombardiere, denn oft entstehen Schuppen oder trockene Kopfhaut durch zu aggressives Shampoo. Und hier kommt mein liebstes Nopoo-Rezept: 

2-3 EL Roggenmehl mit so viel Wasser vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Bei fettigen Haaren kann man noch einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen. 

Die Paste in die sehr nassen Haare einmassieren und kurz einwirken lassen. Dann gründlich ausspülen. 

Und auch Spülung kann man ganz easy selber zusammenrühren. 1 Liter kaltes Wasser mit 1 EL Apfelessig vermischen, über die Haare geben und dann ebenfalls gründlich auswaschen. 

Auf Reisen ist die Variante mit dem Roggenmehl recht umständlich. Deshalb steige ich dann gerne auf Haarseifen um – die gibt es mittlerweile in jedem Biomarkt oder im Unverpacktladen. Selbst feste Spülung ohne Chemie gibt es mittlerweile.

Das Wichtigste bei der Umstellung von herkömmlichem Shampoo zu Nopoo ist Geduld. Denn die Haare müssen sich erst umgewöhnen und das kann schon mal ein paar Wochen dauern. 

Auch auf Trockenshampoo muss ich nicht verzichten. Ich benutze für meine braunen Haare Heilerde. Blondinen können auf Vollkornmehl zurückgreifen. Einfach ins trockene Haar einmassieren und dann schütteln oder ausföhnen. Die Heilerde funktioniert auch toll als Volumenpuder. 

Seitdem ich nicht mehr mit herkömmlichem Shampoo wasche, muss ich meine Haare nur noch alle 2-3 Tage waschen.

Crème de la Crème

Viele geben hunderte von Euros aus, um die perfekte Creme fürs Gesicht zu kaufen. Als ich auf Naturkosmetik umgestiegen bin, war mir vor allem wichtig, dass so wenig Inhaltsstoffe wie möglich in meinen Produkten enthalten sind. Also greife ich auf ökologische Rohprodukte zurück.

Meine Favoriten:

  • Kokosöl (immer auf die noch feuchte Haut!)
  • Sheabutter(wenn es mal reichhaltiger sein soll – im Winter besonders toll)
  • Arganöl (wenn ich mir was gönnen will – auch toll für die Haarspitzen!)

Pickel bekämpfe ich mit einem Tupfer Teebaumöl. Und auch Gesichtsmasken dürfen bei mir auch nicht fehlen. Dazu mische ich Heilerde mit Wasser an. Das Ganze aufs Gesicht, bis es angetrocknet ist und mit laufwarmen Wasser abnehmen.

Das Kokosöl und die Sheabutter benutze ich übrigens auch als Lippenpflege.

Körpersprache

Statt Duschgel benutze ich nur noch Körperseifen. Da gibt es mittlerweile, ebenso wie bei den Haarseifen, unglaublich viele Variationen.  Wer es ganz klassisch mag, der kann zu Alepposeife greifen – die kann man sogar für die Haare und den Körper nehmen.

Nach dem Duschen creme ich mich dann am ganzen Körper ganz dünn mit Kokosöl ein – auch wieder auf die noch feuchte Haut, damit es gut einziehen kann.

Statt ein Peeling aus der Drogerie zu benutzen, das meistens sehr viel Mikroplastik enthält, mische ich mir mein Peeling selbst zusammen. Dazu nehme ich Kaffeesatz und füge ein bisschen Kokosöl hinzu – superzarte Haut garantiert!

Und auch mein Deo mache ich selber. Und nach einer kleinen Umgewöhnungszeit ist das für mich mittlerweile das beste Deo, das ich je hatte.  Du brauchst:

  • 3 TL Kokosöl
  • 2 TL Natron
  • 2 TL Stärke (ich nehme Tapioka)
  • 10 Tropfen ätherisches Öl (ich nehme Limette)
  • 2 Tropfen Teebaumöl

Alles zusammenmischen und im Kühlschrank hart werden lassen. Man braucht wirklich nur ein kleines bisschen von dem Creme-Deo und bei mir hält es den ganzen Tag.

Mundart 

Auch in Sachen Zahnhygiene habe ich einiges verändert. Meine Routine beginnt morgens mit Ölziehen. Dazu schabe ich meine Zunge mit einem ayurvedischen Zungenschaber ab und nehmen anschließend einen TL Öl (z.B. Kokos-, Sesam- oder spezielles Mundöl) ein und verteile es für 20 Minuten in meinem Mund hin und her.

Achtung! Das Öl darf nicht runtergeschluckt werden, weil diese Mischung hochtoxisch ist. Deshalb darf man es auch unter keinen Umständen ins Waschbecken oder die Toilette spucken, sondern muss es im Hausmüll entsorgen. 

Jetzt geht’s ans Zähneputzen. In Sachen Zahnpasta probiere ich immer noch rum. Meine bisherigen Favoriten sind die Ajona, Weleda Sole und Sante fluoridfrei mit Vitamin B12. Auch Zahnpasta kann man selber machen. Für mich habe ich da allerdings noch nicht die perfekte Mischung gefunden. Viele schwören aber auf eine Mischung aus Kokosöl und Natron.

Dafür habe ich aber ein tolles Mundwasser, das ich regelmäßig selber zubereite. Dazu benötigst du:

  • 500 ml Wasser
  • 2 TL Natron
  • 40 g Xylit
  • 10 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl

Alles in eine Bügelflasche aus Glas geben und wie gewohnt benutzen.

Anfangs klingt das vielleicht alles umständlich und kompliziert. Deshalb habe ich die Dinge nach und nach umgestellt. Und ich war zuerst frustriert, als meine Haare am Anfang der Umstellung erstmal fettig aussahen, meine Haut geglänzt hat und ich Pickel bekommen habe, weil alles entgiftet. Mittlerweile ist es aber genau andersherum. Ich freue mich, dass ich so viel selber machen kann und dass ich endlich weiß, was in meinen Produkten drin ist. Und mein Körper hat sich an alles bestens gewöhnt.

In meinem Badezimmer steht mittlerweile nur noch super wenig und auch auf Reisen brauche ich nur noch ein Minimum der Produkte, die ich sonst dabei hatte. Mir gefällt der Gedanke in meiner Beautyroutine minimalistisch unterwegs zu sein und trotzdem alles zu haben, was ich brauche – weil ich es mir wert bin.

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